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WISST IHR WIE SICH KRIEG ANFÜHLT...?

© UNHCR/ Jonathan Andrews

Krieg ist grausam und unbarmherzig. Aber der Krieg in Syrien hat ja augenscheinlich nichts mit uns zu tun. Außerdem ist er auch einfach unglaublich weit weg. Denken wir. Wie sich Krieg anfühlt haben viele von uns - Gott sei Dank - nicht mehr erleben müssen.

 

Hier haben wir Euch ein paar Impressionen zusammengestellt, die uns wieder bewusst machen, wovon wir sprechen. Hinsehen ist unangenehm. Helfen ist aufwendig. Egal was wir tun oder unterlassen - das alles passiert vor unserer Haustüre. 3 Flugstunden von Salzburg aus. Wir sind mittendrin.

 

Menschen auf der Flucht

 

HOFFNUNG LEBEN IN ST. WOLFGANG - ES GEHT UM MENSCHEN

Flüchtlingspolitik ist schwierig und nicht einfach. Dennoch sind wir persönlich weder für die Flüchtlingspolitik der Regierung verantwortlich noch dafür verantwortlich zu machen. Wir sehen die Not vor unserer Haustür und versuchen als Österreicher und Patrioten dort zu helfen wo wir können. Es ist doch letztlich an uns, wie wir mit diesem Thema umgehen.

 

Hoffnung leben in St. Wolfgang ist die Initiative einiger Privatpersonen mit den Initiatoren Ferdinand Kasberger, Dr. Elisabeth Leifer-Lepic, Karl Lepic, Dr. Michael Leifer und Dkfm. Wolfgang Pfarl – die aktiv helfen wollen.

 

Lasst uns in einer aktuell polarisierenden Diskussion kühlen Kopf bewahren und - den österreischischen Weg gehen - das Gemeinsame suchen und unseren Gäste helfen und erklären wie sie sich zum Wohle aller in die Österreichische Gesellschaft am Besten integrieren können.

 

Bringe Dich ein, sei auch Du dabei und unterstütze uns...

 

ÜBER UNS

 

Die gängigsten Vorurteile und FAQ´s findest Du hier: LINK

  • Vorurteil 1: Österreich von Asylsuchenden überschwemmt - Fakt ist, dass 0,27% der Bevölkerung Asylsuchende sind
  • Vorurteil 2: Asylsuchende leben in Saus und Braus - Fakt ist, dass Asylsuchenden max. 320 Euro pro Monat zur Verfügung stehen
  • Vorurteil 3: Asylsuchende sind faul - Fakt ist, Asylsuchende dürfen kaum arbeiten
  • Vorurteil 4: Asylsuchende spielen nur die Verfolgten - Fakt ist, dass es genaue deshalb eine Prüfung im Asylverfahren gibt
  • Vorurteil 5: Rundherum sind doch nur sichere Länder, warum kommen Asylsuchende nach Österreich? - Fakt ist, dass es auch innerhalb der EU nicht überall ausreichend Schutz gibt
  • Vorurteil 6: Kinder werden vorausgeschickt, damit Eltern dann leichter nachkommen können - Fakt ist, dass Asylverfahren für Kinder nicht einfacher sind
  • Vorurteil 7: Schlepper bringen uns die Illegalen ins Land - Fakt ist, dass Asylsuchende nicht illegal sind

 

Quelle: mit freundlicher Genehmigung von UNHCR Österreich

 

SO KÖNNT IHR DEN FLÜCHTLINGEN HELFEN

Wir bitten Euch als unsere Nachbarn und Freunde dringend um Mithilfe!

 

Nur gemeinsam können wir den Schutzsuchenden vielleicht so etwas wie einen Ersatz für ihr verlorenes Zuhause bieten (auch wenn gerade viele Österreicher der Auffassung zustimmen werden, dass die eigene Heimat unersetzlich ist). Tun wir, was in unseren Kräften steht, um Leid zu lindern, wo wir können. Hierzu ist nicht nur viel Verständnis gefragt, sondern auch ganz konkrete Hilfeleistung.

 

Wenn auch Ihr diese humanistischen Ansichten teilt, möchten wir Euch herzlich bitten, die Neuankömmlinge zu unterstützen. Da sie auf der Flucht natürlich nur wenige persönliche Dinge mitnehmen konnten, benötigen sie zuerst einmal ganz einfache Dinge wie Kleidung, Kochgeschirr, Kinderspielzeug, aber auch beispielsweise Fahrräder, um notwendige Erledigungen möglichst eigenständig durchführen zu können. Eine genaue Liste aller benötigten Dinge findet Ihr hier: LINK

 

Wenn Ihr diese oder andere nützliche Dinge in Eurem Haushalt doppelt habt oder bereit seid, die Schutzsuchenden durch entsprechende Anschaffungen zu unterstützen, so würden wir uns über Eure Mitteilung sehr freuen!

 

SACHSPENDEN

GELDSPENDEN

WERDE PATE!

Wer Zeit erübrigen kann und eine Patenschaft für einen Flüchtling übernehmen möchte, ist zudem herzlich eingeladen, sich unserem hierzu errichteten Patensystem anzuschließen: Zeige einem der Ankömmlinge ein wenig von seiner neuen Heimat (auf Zeit) und begleite ihn bei dringenden Erledigungen.

 

Sei ihm ein empathischer Ansprechpartner. So leistest Du nicht nur ganz konkrete Hilfe jenseits der finanziellen Ebene, sondern begründest mit etwas Glück vielleicht sogar eine Freundschaft fürs Leben.

 

WERDE PATE!

»SALEM ALEIKUM« – FRIEDE SEI MIT DIR!

Nicht wenige Vorurteile gegenüber Flüchtlingen aus Syrien haben ihre Wurzel in der uns noch immer fremd gebliebenen islamischen Religion, deren Wesen aber sehr friedlich ist. Dies zeigt sich schon an der im arabischen Sprachraum verbreitetsten Grußformel: »Salem aleikum!«, Friede sei mit dir.

 

Auch die gemeinsamen kulturellen Wurzeln sollten wir nicht vergessen: So gelten nicht nur die biblischen Stammväter Abraham, Isaak und Moses den Muslimen als Propheten, sondern auch Jesus selbst. Die abscheulichen Taten weniger Terroristen aus dem islamistischen Spektrum, die mehr als alles andere die Medien beherrschen, haben ihren Teil dazu beigetragen, dass gegenüber Muslimen massive Ängste geschürt wurden.

 

Diese sind unbegründet: Unsere Gäste und potenziell neuen Mitbewohner sind in erster Linie einfach nur Menschen, die im Gegensatz zu uns nicht das Glück hatten, in eine sichere Heimat hineingeboren zu werden.

 

Ganz klar: Mit dem Islam selbst lassen sich Gräueltaten nicht begründen. Die Religion dient vielmehr einzelnen Verbrechern als wohlfeiler Vorwand für ihre oft sehr irdischen Ziele, ähnlich der christlichen Kreuzzüge und Hexenverbrennungen im Mittelalter.

 

Scheren wir deshalb nicht alle über einen Kamm: Wer heute aus Syrien flieht, bringt sich unter anderem vor genau solchen Kräften in Sicherheit, die auch wir (mit Recht) fürchten. Besiegen können wir derartige Gewalttäter nur gemeinsam: Wir sitzen alle in einem Boot!

 

»WA ALEIKUM ASSALAM« - UND FRIEDE MIT DIR!

Lerne die arabische Kultur kennen. Diese 2 Artikel geben Dir einen kurzen Eindruck wie die Syrer ticken... Wir finden: ein gelungenes Portrait in den u.a. 2 Artikeln.

 

Artikel: Arabische Begegnungen: Syrien - Ein Reisebericht der Eindrücke in eine andere Kultur schildert - von Dr. Julia Blandfort

 

Teil 1: Die Begrüßung

Teil 2: Vorurteile: Verhüllungsvorstellung und Terrorismuspanik

Teil 3: Essen und Gastfreundschaft

Teil 4: Einkaufen und Handeln: Abschied von der westlichen Supermarktkultur

Teil 5: Männer und Frauen

Teil 6: Sprache

Teil 7: Religion

Teil 8: Behördengänge

Teil 9: Tabuthema: Politische Stellungnahme

Teil 10: Verkehrsmittel

 

Artikel: Ich, der Andere in Deutschland von Emad der Syrer  (geb.1979) in Syrien

 

Erlebnisse eines Syrischen Flüchtlings:

"Das Zusammenleben der Menschen und die Eigenschaften der Menschen sind ähnlich wie hier. In Syrien gibt es nicht viele Regeln. Hier in Deutschland gibt es zu viele Regeln. Trotzdem gibt es eine gemeinsame Eigenschaft: sowohl die Syrer als auch die Deutschen sind überfordert. Die Deutschen durch zu viel Regulierung, die Syrer durch zu viel Freiheit, die Abwesenheit von Regeln..."

 

"Bedingt durch das Wetter spielt sich das Leben in Syrien viel mehr im Freien ab. Die Menschen sind leichter zugänglich. Nicht wie im grauen Deutschland, wo man hinter verschlossenen Türen lebt..."

 

"Bis zur 6. Klasse waren wir mit den Mädchen zusammen. Ab der siebten waren wir getrennt. Es war hart für mich. Ich hatte vier Freundinnen."

 

"Ich habe mich in meine Lehrerin verliebt und habe ihr Liebesbriefe geschrieben.."

 

Quelle: http://www.diaphania.de/erzaehlwerkstatt-der-diaphania/syrien/emad-der-syrer/

»GRIASS DI IM SALZKAMMERGUT!« – MENSCHLICHKEIT KOMMT VON HERZEN

© WTG - Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft. www.wolfgangsee.at

Denken wir daran, dass die hier Ankommenden nicht nur ihre Heimat verloren, sondern auch einen mehr als beschwerlichen Fluchtweg hinter sich haben. Tage- oder wochenlange Irrfahrten in überfüllten Zügen, lange Fußmärsche oder gar der lebensgefährliche Seeweg über das Mittelmeer haben ihre Spuren hinterlassen.

 

Wir appellieren deshalb an Euch, die Flüchtlinge mit einem respektvollen und freundlichen »Griaß Di!« zu begrüßen und auf den Ausdruck von Feindseligkeiten zu verzichten. Bitte gebt unseren Mitmenschen aus Syrien die faire Chance, sich in unserem Land zum Vorteil aller zu bewähren.

 

Solltet Ihr weiterhin Vorbehalte haben, so sind wir gerne zu einem offenen Gespräch mit Euch bereit, um die Situation für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten und Berührungsängste abzubauen.

 

»Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen«, wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Nehmen wir uns seine Worte zu Herzen und gestalten wir die Begegnung mit den Verzweifelten, die alles verloren haben, zu einem Gewinn für uns alle!

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Initiative: Hoffnung leben in St. Wolfgang - www.hoffnung-leben.at, helfen@hoffnung-leben.at